im Oktober

Die Festtagsreden zum Tag der Deutschen Einheit spare ich mir. So wenig Einheit wie heute war nie. So sind wir eben. Immer noch vor allem der eigenen Sippe/Gruppe verbunden. Und sobald schlechtere Zeiten vor der Tür stehen, besinnen wir uns ganz auf die „Unsrigen“ und sind versucht, Fremde wegzubeißen. Die Fleischtöpfe wollen geschützt sein.

Jetzt wurde mein geliebtes Sächsisch erneut als unbeliebtester Dialekt ausgemacht. Ich bin ganz sicher, das wird sich mit der Zeit ändern. Sachsen ist wirtschaftlich stark. Immer mehr Menschen streben da hin. Wollen arbeiten und wohnen in Dresden, Leipzig, Chemnitz. Die Mundart der Sachsen wird selbstverständlicher und anerkannter.

Ich höre mir nächste Woche vor allem die Mundart der Römer an. Für ein paar Tage werde ich in der ewigen Stadt sein und mich satt sehen an hoffentlich Schönem, Erbaulichem. Und ich gehöre zu denen, die beim Klang des Italienischen sofort in langsamere Gangart verfallen, lächeln. Essen, trinken und singen möchten.

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